Was genau ist denn MMA?

MMA steht für „Mixed Martial Arts“, also gemischte Kampfkünste. Dieser Wettkampfsport ist noch sehr jung und wurde hauptsächlich durch die „Ultimate Fighting Championship“ bekannt. Ziel dieses Turnier war es, Kampfsportler aus der ganzen Welt mit möglichst wenig Regeln und ohne Gewichtsklassen gegeneinander antreten zu lassen, um herauszufinden, welcher Stil sich als dominant erweist. So traf Sumoringen auf Boxen, Karate auf Wing Chun und Thaiboxen auf Brazilian Jiu Jitsu. Letzterer damals noch recht unbekannte Kampfsport und dessen Vertreter Royce Grazie konnte sich dann schliesslich auch durchsetzen. Mit diesem sehr auf den Bodenkampf spezialisierten Kampfstil kam anfangs niemand zurecht, und somit konnte der doch eher schmächtige Royce Gracie selbst körperlich deutlich überlegenere Gegner dominieren und die ersten vier Turniere für sich entscheiden.

Mittlerweile ist aus diesem „Marketinggag“ eine eigene Sportart mit festen Regeln und verschiedenen Verbänden (z.B. UFC, Bellator, Strikeforce) geworden. Die Sportler trainieren nicht mehr nur einen Stil, sondern einen Mix, welcher im Wesentlichen aus drei Elementen besteht:

Standkampf

Hier finden sich Elemente aus dem klassischen Boxen, Kickboxen, Karate, Muay Thai, aber auch exotischen Stilen wie Kung Fu oder Savate wieder. Erlaubt sind jegliche Schläge und Tritte zu Kopf und Körper, sowie Kniestösse und im Profikampf zusätzlich noch Ellenbogenschläge.

Ringen

Das Ringen ist der Kampf in absoluter Nahdistanz mit dem Ziel den Gegner zu fixieren, in eine bessere Position und letztendlich zu Boden zu bringen. Aber auch für Kämpfer, welche den Standkampf bevorzugen sind gute defensive Kenntnisse in diesem Bereich wichtig, um auf den Beinen zu bleiben.

Bodenkampf

Im Bodenkampf lernt man, wie man sich in der Bodenlage bewegt und in dominante Positionen gelangt, um den Gegner von dort aus mit Schlägen oder Aufgabegriffen wie Würgern oder Hebeln zur Aufgabe zwingen kann. Das Brazilian Jiu-Jitsu gilt als Meisterdiziplin des Bodenkampfes.

Aufgrund der hohen Komplexität des Sportes lernt man selbst nach vielen Jahren des Trainings niemals aus und versucht immer wieder neue Techniken zu evaluieren und dann gegebenenfalls in sein „Game“ zu integrieren. Deshalb gibt es auch nicht „das MMA“. Jeder Kämpfer hat seine Vorlieben aufgrund seiner Stärken und Schwächen und stellt sich schlussendlich ein eigenes Repertoire zusammen. Unser primäres Ziel hier im Lin Kuei Gym ist es, unseren Mitgliedern ein solides Fundament an Basistechniken zu vermitteln, welche sie dann verfeinern und ausbauen können.

Ist MMA gefährlich?

Aufgrund der teils sehr bunten Presse entsteht oft das Bild, MMA wäre ein extrem gefährlicher Sport. Statistisch gesehen gibt es bei verbreiterten Sportarten wie Fussball oder Skifahren eine deutlich höhere Rate an schweren Verletzungen (Bänderrisse, Knochenbrüche, etc.).

Wir hier im Lin Kuei Gym achten sehr auf Sicherheit, insbesondere bei unseren Anfängern. Sparring gehört zwar zum festen Bestandteil einer jeden Trainingseinheit und wird auch empfohlen, da hierbei der grösste Lernzuwachs entsteht, die Teilnahme daran ist jedoch vollkommen freiwillig.